Zusätzliche Information: Das Carl Zeiss Jena Sonnar 135 mm f/3.5 ist ein Teleobjektiv mit Festbrennweite für 35-mm-Spiegelreflexkameras mit M42-Schraubanschluss. Das Objektiv hat eine eingebaute einziehbare Gegenlichtblende. Es besteht aus Metall mit einem gummierten Fokussierring.
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Die dritte Version eines sehr beliebten Objektivs war das sogenannte „Zebra“ (die beiden vorherigen gehören zum Carl Zeiss Jena Sonnar 135 mm f4). Der Aufbau wurde komplett neu gestaltet. Das Objektiv hatte eine eingebaute einziehbare Gegenlichtblende aus Metall. Die Lichtstärke des Objektivs wurde auf f3,5 erhöht. Das Objektiv war kürzer geworden. Es war mit einer Instant-Return-Blende ausgestattet. Es wurde eine neue Beschichtungszusammensetzung verwendet, die jedoch immer noch nur auf die Frontlinse aufgetragen wurde. Das Objektiv wurde in einem braunen Lederetui geliefert. Die Markierungen waren geblieben. Die nächste Variante des Objektivs war eine „schwarze Perle“. Das Design wurde erneut geändert. Obwohl sich das optische Schema nicht wesentlich geändert hatte, wurde das Objektiv mehrschichtig beschichtet, was sich positiv auf seine optischen Eigenschaften und seine Farbwiedergabe auswirkte. Die Öffnung hatte sich ein wenig verändert und ähnelte dem Wurfstern eines Ninjas – Shuriken (wörtlich übersetzt aus dem Japanischen als „in der Hand verborgenes Schwert“). Dieses Design der Blende ist charakteristisch für die in Deutschland produzierten Contax / Yashica Objektive. Das Objektiv nahm wieder an Größe ab. Die Blende vieler Sonnar-Objektive klemmt wegen der Verdickung des Klingenschmiermittels. Es gab auch eine Sonnar mit dem S-Buchstaben, aber ohne die Sonnar-Inschrift auf dem Objektivtubus. Es könnte in einer anderen Fabrik hergestellt worden sein (aber es ist nur ein langer Schuss). Außerdem erschienen solche „lakonischen“ Objektive in der „elektrischen“ Version (mit drei Kontakten und elektronisch gesteuerter Blende). Und schließlich die letzte, die fünfte Version des Objektivs. Sein vollständiger Name lautet Carl Zeiss Jena DDR Sonnar MC f3.5 135 electric. Diese Variante hat bessere optische Eigenschaften, einen hervorragenden Formfaktor und eine elektronisch gesteuerte Blende für Kameras, die unter der Pentacon-Marke Praktica hergestellt werden. Die Linse hat einen guten Kontrast und, wenn man so will, Mikrokontrast. Die charakteristischen und sehr ansprechenden Farben unterscheiden sich von den Farben anderer Objektive. Die Schärfe ist sehr gut. Das Objektiv bewahrt ein Maximum an Bilddetails. Außerdem ist diese Schärfe bei allen Blendenwerten nahezu gleich. Das Bokeh ist sehr schön, glatt und weich. Die Lichtstärke f3,5 reicht für die Porträtfotografie völlig aus. Dieser Wert muss optimal sein, da er einerseits eine ausreichende Schärfentiefe ermöglicht und andererseits eine schöne und korrekte Unschärfe hinterlässt. Ein sehr wichtiger Hinweis – der Sonnar electric der fünften Version mit einer 4-stelligen Nummer hat eine Testzusammensetzung der Т*-Beschichtung erhalten. Diese Zusammensetzung wurde im Folgenden auf die gesamte Optiklinie von Carl Zeiss angewendet. Mehr als 5.000 solcher Test-Sonnars wurden produziert. Aber sie gelten als die besten unter den Sonnars für die m42-Schraubbefestigung.